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Der Macuba Snuif von Zweimühlen Snuff - De Kralingse Snuif en Specerijen Compagnie aus Rotterdam ist ein klassischer Schnupftabak. Macuba (Macouba) zählte im 19. u. frühen 20. Jahrhundert bei vielen Herstellern zum Standardrepertoire und war neben den Sorten Sevilla und Morlaix bei den Kunden eine der beliebtesten Schnupftabaksorten. Bis auf Fribourg & Treyer (genauer gesagt Wilsons of Sharrow, Sheffield, GB) produziert bislang kein weiterer Hersteller mehr diesen Schnupftabak.
In den Handel kommt diese nach historischem Rezept gefertigte Prise in einer Plastikbox zu 25 Gramm, wie sie in niederländischen Supermärkten für Gewürze benutzt werden.
Laut Herstellerangaben ist dieser fein gemahlene Snuff mit Congac und Rosenöl aromatisiert. Die Tabakbasis ist ein heller Virginia-Tabak.
Für einen Macouba üblich, basiert diese Sorte auf hellem Virginiatabak, er wirkt allerdings etwas uneinheitlich und klumpt leicht. Der Mahlgrad ist einheitlich und für einen traditionellen Schnupftabak tatsächlich nicht gerade fein.
Geruch in Dose:
Feines Tabakaroma, hintergründige Würze, leicht blumige Note, etwas Virginiasüße, dezenter Holzgeruch, komplexes Gesamtbild. Sehr unaufdringlich.
Geruch in Nase:
In der Nase entfaltet sich sofort ein feinsüßes Honigaroma. Der Gesamteindruck ist blumig (Rose? Nicht eher Geranie?), mit milder Tabakwürze. Im weiteren Verlauf nimmt die Tabakwürze etwas zu, die Süße bleibt, ohne klebrig zu erscheinen. Die Abstimmung des feinen Buketts ist so, daß Einzelnes schwer herauszulösen ist. Nicht näher definierbare Gewürznuancen scheinen im Hintergrund auf. Der vielschichtige Duft bleibt nur relativ kurz mit einer blumigen Frische in der Nase und verklingt nach einiger Zeit recht süßlich ohne spezifischen Nachhall.
Stärke:
Ein mittelstarker Schnupftabak ohne Menthol.
Fazit:
Ein sehr feinaromatischer, fast filigraner Schnupftabak, duftig, schlank und nicht alltäglich.
Empfehlung:
Die Nuancen des komplexen Buketts brauchen viel Aufmerksamkeit. Kein schneller Snuff für zwischendurch. Etwas für »englische« Feinschmeckernasen jenseits des Menthols und ein Muß für alle Freunde der Kralingse Snuif en Specerijen Compagnie.
Jörg Pannier
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